Neue Wege gehen

Gehen Sie hinaus aufs Land, sehen und hören Sie genau hin: Oft genug stehen Sie in einer grünen Wüste. Ihr Blick schweift über Monokulturen in einer ausgeräumten Landschaft. Artenarm, lebensfremd, mitunter sogar lebensfeindlich. Keine Lerche singt über diesen Äckern, Kornblumen und Klatschmohn fehlen, nur wenige Blumenarten blühen auf den überdüngten Weiden. Bienen hungern, Insekten verschwinden.

Solche Zustände gefallen auch vielen Landwirten nicht. Manche nehmen sie hin, andere ziehen Konsequenzen und betreiben eine naturverträgliche Landwirtschaft: Verzicht auf chemisch-synthetischen Dünge- und Spritzmittel sowie Gentechnik, artgerechte Tierhaltung, Blühstreifen an den Ackerrändern. Gut so. Das verdient Applaus und Unterstützung. Und die gewährt man auch mit dem täglichen Einkauf. Also: Kaufen Sie Bio-Lebensmittel. Am besten Demeter- und Bioland-Produkte. Zeigen Sie Interesse für die Landwirtschaft, kommen Sie ins Gespräch mit Bauern und Bäuerinnen. Und nehmen Sie Einfluss auf Ihre Politiker, damit diese die Rahmenbedingungen für eine auskömmliche, ökologische Landwirtschaft schaffen.